Der zweite Posttitel diese Woche mit einem Farbthema. Nun geht es aber nicht um die Lieblingsfarbe meiner Tochter, sondern eher um eine Farbe, die ich bisher im Wohnbereich gemieden habe. GELB.

Als wir vor sechs Jahren in unser Haus zogen war ich noch völlig infiziert vom Weißtrend. Alles sollte möglichst hell und unauffällig sein. Lange habe ich diesen Trend jedoch nicht mitmachen können - so ganz ohne Farben fühlte ich mich persönlich nicht wohl.

Die nächsten Jahre standen eher unter dem Thema: Einheitlich. Wenn schon Farbe, dann doch aber alles in einer Farbfamilie und eher passend? Fand ich sehr lange sehr schön.
Passt aber langsam doch nicht mehr...

Ich entdecke gerade die Schönheit von Kontrasten. Was zu unserem typisch sommerlich blauen Wohn- und Essbereich dieses Jahr eben Gelb bedeutet.



In Form eines Sofakissens und gerne, gerne gelben Blumen. Die finde ich jedoch in meinem Garten (noch) nicht. Geplant ist zwar ein gelb-rotes Beet, aber das wird erst im nächsten Jahr umgesetzt werden können.
Bis dahin nehme ich mir von unseren Hundespaziergängen gelbe Blümchen mit.




Dieses Mal (und wieder mit dabei beim FlowerFriday) zwei Sonnenblumen und Goldrute. Dieser Neophyt wuchert in dem Kleingartenverein, der Teil unserer täglichen Runde ist. Ein verlassener Garten von ca. 250m2 ist völlig überwuchert - alles gelb.




Kombiniert habe ich den fast schon herbstlich anmutenden Strauß mit den ersten Hagebutten aus dem Vorgarten, Reitgras und Salbei.

Hier ist tatsächlich der Sommer noch mal mit aller Wucht wiedergekommen. Bei 35°C bleiben die Vorhänge geschlossen und auch die Rollläden bleiben halb heruntergelassen.
Nachher geht es wieder unter die Gartendusche und mehr als im Garten sitzen und der Tochter beim Spielen zusehen wird heute nicht mehr passieren.




...sind alle meine Kleider.

Naja, nicht alle. Aber die Motte mag tatsächlich am allerallerliebsten Rot. An- und Ausziehen ist leider immer ein kleiner Kampf. Wenn es nach ihr ginge, würde sie mehrere Tage ein und dasselbe anhaben, auch nachts. Um sie ein wenig mehr zu motivieren, darf sie sich häufig ihre Sachen selber raussuchen. Wenn ich sie frage: "Was magst du denn heute anziehen?", zieht sie mit Sicherheit etwas Rotes aus ihrem Kleiderschrank.


Im Stoffregal lag von einer StoffundStil-Bestellung aus dem letzten Jahr noch ein roter Blümchenstoff. Zum Nähen komme ich mit dem kleinen Babysohn nur selten und wenn, dann meist auch nur kurz. Für sehr aufwendige Projekte fehlt mir daher die Zeit und auch Lust.

Also habe ich mich an einem eigenen Schnitt probiert, so einfach wie möglich. Herausgekommen ist ein T-Shirt in seiner ursprünglichen Form. Es müssen also nur die Seitennähte geschlossen werden, der Halsauschnitt entweder eingefasst oder versäubert werden (ich habe ihn einfach eingeklappt und abgesteppt) und Arme und Saum mit einem Rollsaum versehen werden.






Der Rollsaum macht seinem Namen leider alle Ehre - der dünne Jersey rollt sich nämlich nun richtig ein. Egal, mir gefällt das Shirt trotzdem gut und vor allem der Motte. Darauf kam es ja an. Sie liebt das T-Shirt sehr.






Aufgenommen habe ich die Fotos bei unserem Wochenendausflug in das Klostergut Wöltingerode. Das alte Gut ist zur Brennerei umgebaut worden. Wir haben vor einigen Jahren hier eine Weihnachtsfeier unserer Firma gehabt, seitdem bin ich von den alten Häusern ganz entzückt.

Morgen soll der Sommer bei uns wieder zurückkommen, mit Temperaturen über 32°C!

Verlinkt mit CREADIENSTAG und HandmadeonTuesday
Dieses Wochenende war ein richtiges Gartenwochenende.
Das Wetter war noch mal sommerlich warm. Wir waren fast die ganze Zeit draußen auf der Terrasse oder im Garten.

Der Samstag beginnt zwar wie immer früh wegen dem kleinen Mann, trotzdem bin ich eigentlich gut ausgeschlafen. Das Stillen nachts hat so gut geklappt, dass ich immer sofort wieder eingeschlafen bin und gar nicht mehr weiß, wie oft er sich angedockt hat.

Wir stehen daher alle gemeinsam auf - wie meistens teilen wir uns das Anziehen der Kinder. Jeder versorgt ein Kind.
Danach wandern der Sohnemann und ich schon wieder auf das Sofa zum Stillen, während unsere Tochter mit meinem Mann zum Einkaufen und Brötchen holen fährt.
Der kleine Mann ist heute so tiefenentspannt, dass er ruhig auf dem Boden liegen bleibt und ich den Frühstückstisch decken kann.



Nach dem gemeinsamen Frühstück geht es sofort raus in die Sonne. 29°C zeigt das Thermometer! Nochmal ein richtig schöner Sommertag. Mein Mann baut das neue Rankgerüst an der Südwesteseite des Hauses fertig. Hier soll die Kletterrose "NewDawn" wachsen, die am Pavillon bisher zu schattig steht.






Der Sohnemann ist immer noch entspannt und schläft nach jeder Stilleinheit friedlich auf dem (abgesicherten) Sofa weiter. So komme ich das erste Mal seit über 8 Wochen wieder zu einen Gartenarbeiten. Die Harlekinweiden werden kräftig gestutzt, sonst können wir nämlich nicht mehr vernünftig in den Garten gehen ohne die langen Triebe im Gesicht zu haben.
Außerdem werden ein paar Rosentriebe gekappt und landen in einem Krug auf dem Terrassentisch.

Trotz der wenigen Pflege wächst und gedeiht alles so schön - klar, das Unkraut auch... Darum kümmere ich mich dann nächstes Jahr wieder mehr....
Die Motte bekommt wieder Besuch vom Nachbarsjungen. Die Beiden spielen zurzeit viel zusammen im Garten. Ich bin immer total dankbar für diese Beschäftigung der Kleinen - sie ist immer überglücklich wenn der fünfjährige Junge zu ihr kommt.


Am Nachmittag geht es dann gemeinsam mit meiner Schwester, ihrem Hund und beiden Kindern in den Baumarkt. Viel können wir nicht mitnehmen, eher nur gucken, da wir mit meinem kleinen Auto fahren mussten. Das Auto meines Mannes ist immer noch in der Werkstatt und in dem kleinen Getz ist es mit der ganzen Mannschaft sowieso schon eng. Nur ein Sack Zement und einige Pflanzen können mit.




Zu Hause gibt es zum Abendbrot Salat mit Tomaten aus dem Garten. Dann werden beide Kinder gebadet. Sie sind beide lange wach, das warme Wetter nach den vorher kalten Tagen scheint wieder alles durcheinander zu bringen.

Am Sonntag gibt es mal ein schnelles Frühstück. Mein Mann und die Motte machen mit meinen Eltern einen Ausflug, während ich mich auf einen Tag zu Hause freue. Nur der kleine Mann und ich. Nach der Hunderunde und einmal schnell durchsaugen habe ich nichts zu tun - keine Beschäftigung, keine Fragen, kein Essen oder Trinken besorgen - nichts.... Eigentlich fast makaber, wie sehr ich das genieße.
Wenn der kleine Mann fest schläft, schleiche ich mich ins Arbeitszimmer und räume um. Ich zeige jetzt nur die Vorherbilder. Die Nachherbilder gibt es in einem gesonderten Post sobald alles fertig ist.





Gegen halb vier tauchen auch die anderen beiden Familienmitglieder wieder auf. Wir genießen einen Kaffee auf der Terrasse mit zwei bestens gelaunten Kindern...hach, so könnte es immer sein. Wir sitzen abwechselnd mit dem Baby auf dem Schoß und gucken der Tochter beim Spielen zu.







Zum Abendessen gibt es wieder Salat mit Brot. Hoffentlich schlafen beide heute etwas früher - die Motte im Familienbett und der kleine Mann wie jeden Abend auf mir. Dann komme ich nämlich noch zu ein paar Strickrunden an meiner Jacke. Das wäre ein krönender Abschluß eines wirklich schönen Sommerwochenendes.

Mehr Wochenenden in Bildern sammelt Susanne auf ihrem Blog "Geborgen wachsen".
Spät ist es schon - trotzdem will ich noch schnell meine beiden "Freitagssträuße" bei Holunderblütchen zeigen...



Der Garten gibt gerade so einiges an Blumenstraußmaterial her. Das einzig gekaufte in beiden Sträußen sind die Beeren und das breite grüne Blatt - leider weiß ich gar nicht wie es heißt.... Jemand eine Idee?



Ansonsten habe ich mich wieder an meinen pinken Sonnenhut, der fetten Henne, Eisenkraut, Hortensie usw. bedient. Typisch schnelle Gartensträuße - wie immer in den obligatorischen Kannen.



Meine Strickjacke wächst und wächst. Oft komme ich gerade natürlich nicht zum Stricken. Aber fast jeden Abend, wenn der kleine Mann mal nicht auf meinem Schoß schläft, schaffe ich zwei bis vier Reihen.



Das Sommerwetter macht leider gerade eine Pause. Seit Tagen ist es grau und kalt. Ich hoffe der Spätsommer mag uns nochmal besuchen - der Herbst darf noch ein paar Wochen in der Warteschleife bleiben.