Dank der Weiten des Internets finde ich immer wieder Dinge die ich haben muss. Am besten sofort.
Auch wenn ich sie bisher nicht wirklich gebraucht habe.
Ein Beispiel? Ich entdeckte auf einer Shopseite Nadeltaschen für Strick- und Häkelnadeln. Ich fand die Idee und die Aufmachung so genial, das musste ich haben.

Den Preis fand ich eher nicht so prickelnd. Ach, und so eine Anleitungsmappe fände ich auch ungemein praktisch. Aber gleich zwei Taschen? Und dann fast einen Hunderter ausgeben?

Das wollte ich wirklich nicht, also entschloss ich mich selber eine Tasche zu nähen. Oder besser gesagt eine Nadeltaschen-Anleitungskombination.




In meinem örtlichen Stoffladen fand ich die passenden, wirklich schönen Stoffe. Zwei Kunstlederstoffe in unterschiedlicher Dicke, einmal rot und einmal beige und den hübschen Blumenbaumwollstoff.



Da ich natürlich für meine speziellen Wünsche kein passendes Schnittmuster oder eine Anleitung fand musste ich wohl oder übel selber etwas entwerfen.
Tatsächlich dauerte die Planung fast länger als das eigentliche Nähen.



Wichtig war mir die Möglichkeit ein DINA4-Anleitungsblatt magnetisch befestigen zu können. Also hat mir der Liebste eine passende Metallplatte zugeflext, die zwischen zwei Lagen Stoff kam.
Zur Stabilisierung der Tasche habe ich zwischen die anderen Stoffstücke Plastikplatten gelegt.



Die beiden Lederstoffe zu vernähen war teilweise arg rutschig. Daher sind nicht alle Nähte sauber geworden. Die Tasche ist ja aber nur für mich allein. Und auch wenn ich sonst eher zufrieden bin, wenn ich auch sauber gearbeitet habe, bin ich diesmal einfach nur froh über das Endresultat.



Durch die Reißverschlußtasche, die beiden Klappen mit den Filzstücken und die vielen Einschubfächer ist genug Platz für Maschenmarkierer, Wollnadeln, Schere, Stift usw. Die Strick- und Häkelnadeln selber finden in den Gummischlaufen Platz. Rundstricknadeln bewahre ich in den Steckfächern auf.

Mir fehlen noch die Magnete für das Anleitungsblatt, aber ansonsten kann ich bisher nichts entdecken was mir fehlen würde. Es ist außerdem auch noch viel Platz für Stricknadeln - da muss ich noch aufstocken.




Da noch Stoff übrig war, habe ich mir noch eine Beuteltasche genäht. In der kann ich meine aktuellen Projekte verstauen. Wie hier auf dem Bild meine Strickjacke.

Ich freue mich über mein neues Schmuckstück und da sie nur für mich alleine ist, wandert sie hiermit rüber zu RUMS.

Vor der Geburt des Sohnes hatte ich Einiges von meiner kreativen To-Do-Liste abgearbeitet. Wie schon bei der Tochter hatte mich zum Ende der Schwangerschaft ein unglaublicher Aktionismus gepackt.
Unter anderem wollte ich für uns drei Patchworkdecken nähen.
Die ersten beiden Decken für die Kinder habe ich jeweils hier und hier gezeigt.

Die dritte und letzte Decke stand schon lange auf meiner Liste. Ich wollte eine bunte Decke für den Garten auf der wir alle Platz finden und die robust genug ist im Sommer jeden Tag benutzt zu werden. Eine Decke die dreckig werden darf, auf der Sonnenmilch, Sand, Wasser und Schokoladenflecken nicht gleich ein Drama sind, auf der wir im Schatten unter Mittag ein Schläfchen halten können...



Daher habe ich mich für eine Wachstuchrückseite entschieden. So kann keine evtl. vorhandene Bodenfeuchtigkeit durch die Decke dringen. Prima auch, wenn wir die Decke mit zum Picknicken nehmen möchten. 



Als Kontrast zur sehr bunten Deckseite ist das Wachstuch grau-weiß gepunktet. Alle Stoffe habe ich über Stoff und Stil bestellt. Die bunten Stoffe sind aus 100% Baumwolle und relativ günstig. Bei einer gesamten Größe von 140x250cm wollte ich nicht zu viel Geld ausgeben. 

Die Größe ist aber genau richtig. Durch das Wachstuch ist sie relativ schwer, noch größer wäre sie schlecht zu transportieren gewesen. So klappt es aber ganz wunderbar mit einer Hand, wenn die andere das Baby hält.




Wir zwei Erwachsene plus zwei Kinder finden gut Platz auf der Decke. Wenn ich nachmittags mit beiden Kindern allein im Garten bin kann ich mit dem Sohn sogar bequem darauf hinlegen. 

Bisher bin ich wirklich total zufrieden mit der Decke...ob ich sie beim nächsten Mal wirklich so bunt entwerfen würde weiß ich zwar nicht, aber noch finde ich es nicht zu nervig.
Wir genießen täglich den lange ersehnten Sommer im Garten und hoffentlich bleibt dieses Stück Handarbeit lange in Gebrauch.

Verlinkt mit CREADIENSTAG und HandmadeonTuesday
Dieses Wochenende ist wieder eines voller Babymomente und Umbau bei sommerlichen Temperaturen.



Der Samstag startet mit einem ausgiebigen Frühstück. Der kleine Mann ist gegen fünf Uhr wach geworden und hat dann seine längste Wachphase des Tages. Nicht so ganz meine Zeit.



Nach dem Frühstück liegen gleich wieder mehrere Projekte an.
Der Gartenzugang zur Terrasse soll durch eine Holzrampe ersetzt werden. Einmal für meinen Vater, der im Rollstuhl sitzt, aber auch als kindersichere Maßnahme. Die alten Treppenstufen sind ziemlich steil und wackelig.
Während der Schlafpausen des Sohnes arbeite ich an dem Stubenwagen weiter. Mein Ziel ist es ihn Sonntagabend im Wohnzimmer stehen zu haben.



Die Motte wechselt den ganzen Vormittag zwischen Spielen drinnen und draußen.
Ihr Lieblingsspiel seit einer Weile ist Füttern und Tränken ihrer Pferde und Tiger. Bei den hochsommerlichen Temperaturen von über 30°C darf sie gerne mit Wasser auf der Terrasse und im Garten spielen. Abkühlung inklusive.


Außerdem gibt es natürlich die obligatorischen Aufgaben im Haushalt. Einige Maschinen Wäsche wollen gewaschen und aufgehängt werden.




Am Nachmittag geht es nach einem sehr kurzen Mittagsschlaf aufgrund der Hitze mit dem gleichen Programm weiter...Streichen, Schrauben, Flechten und Spielen. Für mich immer wieder unterbrochen mit vielen Stillpausen. Der kleine Kerl möchte bei der Wärme verständlicherweise viel trinken und muss so oft angelegt werden. Dafür schläft er heute aber auch überdurchschnittlich viel. Mit einer Mullwindel die nach mir riecht bleibt er sogar alleine auf dem Sofa liegen. Ich ergreife die Gelegenheit und sichere alles ab, dass er nicht herunterrutschen kann. Im meinem Nähzimmer ist dringend eine Entrümpelung nötig. Ich sortiere vier große Säcke Altkleider aus, die ich eigentlich mal vernähen wollte. Außerdem verschwinden einige alte Regale auf dem Dachboden.
Jetzt ist der Platz hinter der Trennwand endlich leer und kann als Spielbereich genutzt werden (und ich habe wenn ich hier alleine sein sollte nicht das kunterbunte Spielzeug vor der Nase).


So geht es bis zum späten Abend weiter. Der Mann schnappt sich zwischenzeitlich die Tochter und fährt mit ihr Einkaufen. Zum Abendessen gibt es ganz einfach und schnell Schnitzel und Pommes. Zum Nachtisch leckeren Obstsalat.


Von der abendlichen Hunderunde, die diesmal wegen des Wetters wirklich spät passiert, bringen mir der Mann und die Tochter eine wunderschöne Sonnenblume mit. Diese regelmäßigen Mitbringsel freuen mich immer sehr.
Nach einer Quizsendung und einem nächtlichen Eis geht es ins Bett. Zum Glück kühlt es nachts ab, so dass wir alle gut schlafen können.



Sonntagfrüh um fünf ist für mich die Nacht wieder vorbei. Der Sohn ist hellwach und möchte ein wenig bespaßt werden. Da er dabei immer ziemlich laute Glücks- und Grunzgeräusche von sich gibt ziehe ich lieber auf das Bett in seinem Zimmer um.
Gegen halb acht wird er wieder müde. Schnell schläft er auf mir ein. So komme ich doch noch zu einer Stunde Schlaf.
Nach einem Frühstück mit Schokocroissant kommt der kleine Mann ins Tragetuch und wir verschwinden den restlichen Vormittag im kühlen Keller. Ich nähe und die Motte spielt wieder mit ihren Tigern, während der Mann sich oben im warmen Arbeitszimmer an seine Steuererklärung setzt.




Um diese in Ruhe weitermachen zu können gehe ich mit den Kindern zu meinen Eltern, die um die Ecke wohnen, nachdem ich in der Mittagspause zehn Leggins geflickt habe.
Bei 32 C hat meine Mama wieder das Planschbecken aufgebaut, aus dem die Motte nicht herauszubekommen ist. Sommergefühl pur.
Gemeinsam bestellen wir Essen und genießen es auf der Terrasse.



Nach einer weiteren Hunderunde von Mann und Tochter und Sofastillrunde vom Buben und mir geht es gleich für alle in die Wanne bzw. unter die Dusche. Wenn der kleine Mann mich lässt will ich den Stubenwagen fertig machen und nachher gibt es sicher noch ein Eis mit dem Mann.


Mehr Wochenenden in Bildern sammelt Susanne auf ihrem Blog "Geborgen wachsen".
Es ist wieder Zeit für meine monatliche Gartenserie. Im Juni habe ich wegen der Geburt des Babysohnes leider verpasst rechtzeitig Bilder zu machen. Ausgerechnet im schönsten Gartenmonat des Jahres, dem Rosenmonat.



Jetzt im Juli sind fast alle einmalblühenden Rosen verblüht. Nur die Bonica und die Schneewittchen zeigen gerade noch einige Blüten.



Mein aktuelles Lieblingsbeet ist das neu angelegte an der südöstlichen Grundstücksgrenze. Hier habe ich letztes Jahr Schneeballhortensien, Indianernesseln, Agastache, roten und weißen Sonnenhut, Ehrenpreis und Ziersalbei gepflanzt. Sie blühen gerade alle gleichzeitig und bieten einen richtigen schönen Blickfang.




Außerdem zeigen gerade Stockrosen, Herbstanemonen, Frauenmantel ihr Blütenpracht.




Unsere Hochbeete werden diesen Sommer leider sehr stiefmütterlich behandelt. Mit dem kleinen Baby, der Tochter, Haushalt und allem drum herum, bleibt einfach die wenigste Zeit für den Garten. Der Mann hat zwar einiges an Salat und Gemüse gepflanzt, aber mit dem Jäten, Gießen und Ernten kommen wir nicht hinterher.



Da heute auch wieder Flower Friday bei Holunderblütchen ist, habe ich mir zwei kleine Sträuße aus dem Garten gepflückt.
Einer steht wie immer auf unserem Esstisch. Diesmal mit Sonnenhut, Annabelle, Anemone und Frauenhaargras.



Der zweite Strauß steht auf dem Flurtischchen. Hier habe ich je eine Bonica- und Abraham Darby- Rosenblüte abgeknipst, außerdem Frauenmantel und Funkienblätter.


Beide Blumensträuße stehen mal wieder in Kannen. Das bleibt weiterhin mein Lieblingsgefäß für Blumen. Tatsächlich besitze ich deutlich mehr Krüge und Kannen als klassische Vasen.



Nach dem Mittagsschlaf genießen wir heute noch den warmen Sommer. Natürlich im Garten mit Planschbecken, Hängematte, Sonnenmilchduft und kalten Getränken.
Der Juli ist absolut mein Lieblingsmonat.