Dienstag, 30. August 2016

August 30, 2016 0

Kindersocken

Premiere! Ich habe das erste Mal Socken gestrickt!
Warum ich mich bisher nicht getraut habe, ist mir jetzt ein Rätsel. Innerhalb von drei Tagen habe ich
nach dieser Anleitung von DROPS Garnstudio ein Paar Socken gestrickt. Ich hatte die Größe 12/18 Monate gewählt - da ich wahrscheinlich aber wieder eher locker gearbeitet habe, passen sie nun doch noch meiner Tochter - statt wie geplant dem Babysohn. Der bekommt aber sicher bald auch noch ein Paar - so schnell wie das ging!








Anleitung: DROPS Garnstudio "Baby Booties"
Garn: Regia von Schachenmeyer
Größe: 12/18 Monate
Modifikationen: keine


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Montag, 29. August 2016

August 29, 2016 2

Mein Papa

Ich blicke um mich.

Ich sehe mein Kind. Mein großes Kind. Es springt über die Terrasse meiner Eltern. Lacht, freut sich so sehr hier zu sein. Mit uns. Ihrer Mama, dem kleinen Bruder, den Großeltern. Hier ist sie so gern, fühlt sich wohl.

Ich sehe mein zweites Kind. Mein kleines Baby. Es liegt in meinem Arm, wird gestillt. Darnach wird es wieder auf den Arm der Oma wandern. Sie wird es genauso liebevoll halten, ihm leise Liebesbekundungen zu raunen, ihn küssen und umsorgen.

Ich sehe meine Mutter. Sie hat mich und meine Schwester aufgezogen, versorgt und beschützt.
Sie war immer für uns da und nun ist sie es auch für meine Kinder. Meine Tochter weiß schon, dass ihre Oma die Beste ist. Ihr Pflaster für ihre Wunden gibt, sie tröstet, wenn Mama oder Papa sie gerade nicht verstehen, ihr heimlich Schokolade zusteckt. Mein Sohn wird das hoffentlich auch alles erfahren können.

Denn ich sehe meinen Papa.
Mein Papa - oft stand er mir näher als meine Mama. Wir sind uns ähnlicher. Äußerlich, aber auch im Herzen.
Mein Papa. Auch er war immer da für mich. Viel Sorgen hat er sich immer um uns gemacht, das ist seine Art. Mehr als manchmal gut für ihn war. Er ist eher der Vater, der seinem Kind alles abnehmen möchte um es zu beschützen, auch wenn das Kind dann nicht lernt es alleine zu tun.
Mein Papa. Wenn ich zu dir kam, wenn du auf dem Sofa gesessen hast - deinen Arm legtest du immer auf die Lehne, damit ich mich bei dir ankuscheln konnte. Ankommen konnte. Geborgen sein. Das haben mir meine Eltern oft gegeben. Sich sicher fühlen.

Mein Papa. Nun sitzt du da. Auf der Terrasse im Schatten und betrachtest deine Enkelkinder während ich dich betrachte.
Dein Rollstuhl fällt nicht mehr gleich ins Auge. Vor einem Jahr war das noch anders. Letzten August bist du wieder nach Hause gekommen. Nach fünf Monaten Krankenhaus. Der riesige Pflegerollstuhl, ein Symbol deiner Abhängigkeit von so vielem. Mama, die Tag und Nacht für dich da ist, dich anziehen, waschen, wickeln und umsetzen muss. Deiner Magensonde, über die du damals jegliche Nahrung zu dir nehmen musstest, wovon dein schmales Gesicht mit den starren Augen leider Bände sprach. Deinen vielen Tabletten und den Spritzen, die verhindern sollten, das wieder geschehen könnte was damals im März 2015 geschah.

Schlaganfall. Apoplex. Hirnblutung.

Ich arbeite seit Jahren als Ergotherapeutin im neurologischen Bereich. Das war immer mein Ding. Faszinierend finde ich die Rehabilitation, ich lerne gerne dazu, sehe teilweise spannende Krankheitsbilder, versuche zu helfen.
Ganz objektiv und weit weg.

Und dann das.
Es ist so unwirklich, wenn es einen selber trifft.

Mein Papa.
Dein Gesicht ist nicht mehr schmal, deine Augen blicken nicht mehr starr. Du lachst und weinst, du isst selbständig, schaust fern und versuchst mit uns zu kommunizieren.
Aber du kannst deinen Arm nicht mehr für mich heben, damit ich mich zu dir setzen kann.
Du kannst deine Enkelkindern nicht durch die Luft wirbeln.
Du kannst nicht zu ihnen gehen um zu schauen, ob auch alles in Ordnung ist.

Mein Papa. Mein Herz blutet wenn ich dich sehe. Jedes Mal. Ich glaube das wird nie aufhören. Ich vermisse dich so sehr. So viele kleine Dinge die dich ausmachten.
Es tut immer noch schrecklich weh.

Ich blicke um mich.

Sehe uns alle. Meine Schwester kommt und setzt sich zu uns. Später wird mein Mann nach der Arbeit sicher auch vorbeischauen.

Wir sind zusammen, immer noch. Es ist anders, aber wir haben uns noch.

Dich noch.
Meinen Papa
Ich liebe dich


Sonntag, 28. August 2016

August 28, 2016 2

Unser Wochenende: 27. und 28. August 2016

Es war heiß! Richtig heiß!
Nochmal ein wunderbares Sommerwochenende mit über 35°C liegt hinter uns.
Bei solchen Temperaturen ist das einzig Wahre für uns das Nichtstun. Selten erlebtes, herrliches Rumsitzen, Liegen, Fläzen...
Wir haben die Vor- und Nachmittag im Garten verbracht, die Kinder ihr Mittagsschläfchen drinnen verbracht und außer unter der Gartendusche stehen, ein wenig Rasen mähen (das erste Mal in meinem Leben, ich wollte endlich mal damit anfangen um den Mann nächstes Jahr entlasten zu können) und viel reden, lesen und spielen ist nicht passiert.
Daher heute mal keinen chronologischen Wochenendablauf, sondern bunt gemischte Impressionen.





















Mehr Wochenenden in Bildern sammelt Susanne auf ihrem Blog "Geborgen wachsen".

Freitag, 26. August 2016

August 26, 2016 0

Gelb

Der zweite Posttitel diese Woche mit einem Farbthema. Nun geht es aber nicht um die Lieblingsfarbe meiner Tochter, sondern eher um eine Farbe, die ich bisher im Wohnbereich gemieden habe. GELB.

Als wir vor sechs Jahren in unser Haus zogen war ich noch völlig infiziert vom Weißtrend. Alles sollte möglichst hell und unauffällig sein. Lange habe ich diesen Trend jedoch nicht mitmachen können - so ganz ohne Farben fühlte ich mich persönlich nicht wohl.

Die nächsten Jahre standen eher unter dem Thema: Einheitlich. Wenn schon Farbe, dann doch aber alles in einer Farbfamilie und eher passend? Fand ich sehr lange sehr schön.
Passt aber langsam doch nicht mehr...

Ich entdecke gerade die Schönheit von Kontrasten. Was zu unserem typisch sommerlich blauen Wohn- und Essbereich dieses Jahr eben Gelb bedeutet.



In Form eines Sofakissens und gerne, gerne gelben Blumen. Die finde ich jedoch in meinem Garten (noch) nicht. Geplant ist zwar ein gelb-rotes Beet, aber das wird erst im nächsten Jahr umgesetzt werden können.
Bis dahin nehme ich mir von unseren Hundespaziergängen gelbe Blümchen mit.




Dieses Mal (und wieder mit dabei beim FlowerFriday) zwei Sonnenblumen und Goldrute. Dieser Neophyt wuchert in dem Kleingartenverein, der Teil unserer täglichen Runde ist. Ein verlassener Garten von ca. 250m2 ist völlig überwuchert - alles gelb.




Kombiniert habe ich den fast schon herbstlich anmutenden Strauß mit den ersten Hagebutten aus dem Vorgarten, Reitgras und Salbei.

Hier ist tatsächlich der Sommer noch mal mit aller Wucht wiedergekommen. Bei 35°C bleiben die Vorhänge geschlossen und auch die Rollläden bleiben halb heruntergelassen.
Nachher geht es wieder unter die Gartendusche und mehr als im Garten sitzen und der Tochter beim Spielen zusehen wird heute nicht mehr passieren.




Dienstag, 23. August 2016

August 23, 2016 1

Rot, rot, rot...

...sind alle meine Kleider.

Naja, nicht alle. Aber die Motte mag tatsächlich am allerallerliebsten Rot. An- und Ausziehen ist leider immer ein kleiner Kampf. Wenn es nach ihr ginge, würde sie mehrere Tage ein und dasselbe anhaben, auch nachts. Um sie ein wenig mehr zu motivieren, darf sie sich häufig ihre Sachen selber raussuchen. Wenn ich sie frage: "Was magst du denn heute anziehen?", zieht sie mit Sicherheit etwas Rotes aus ihrem Kleiderschrank.


Im Stoffregal lag von einer StoffundStil-Bestellung aus dem letzten Jahr noch ein roter Blümchenstoff. Zum Nähen komme ich mit dem kleinen Babysohn nur selten und wenn, dann meist auch nur kurz. Für sehr aufwendige Projekte fehlt mir daher die Zeit und auch Lust.

Also habe ich mich an einem eigenen Schnitt probiert, so einfach wie möglich. Herausgekommen ist ein T-Shirt in seiner ursprünglichen Form. Es müssen also nur die Seitennähte geschlossen werden, der Halsauschnitt entweder eingefasst oder versäubert werden (ich habe ihn einfach eingeklappt und abgesteppt) und Arme und Saum mit einem Rollsaum versehen werden.






Der Rollsaum macht seinem Namen leider alle Ehre - der dünne Jersey rollt sich nämlich nun richtig ein. Egal, mir gefällt das Shirt trotzdem gut und vor allem der Motte. Darauf kam es ja an. Sie liebt das T-Shirt sehr.






Aufgenommen habe ich die Fotos bei unserem Wochenendausflug in das Klostergut Wöltingerode. Das alte Gut ist zur Brennerei umgebaut worden. Wir haben vor einigen Jahren hier eine Weihnachtsfeier unserer Firma gehabt, seitdem bin ich von den alten Häusern ganz entzückt.

Morgen soll der Sommer bei uns wieder zurückkommen, mit Temperaturen über 32°C!

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Sonntag, 14. August 2016

August 14, 2016 1

Unser Wochenende: 13. und 14.August 2016

Dieses Wochenende war ein richtiges Gartenwochenende.
Das Wetter war noch mal sommerlich warm. Wir waren fast die ganze Zeit draußen auf der Terrasse oder im Garten.

Der Samstag beginnt zwar wie immer früh wegen dem kleinen Mann, trotzdem bin ich eigentlich gut ausgeschlafen. Das Stillen nachts hat so gut geklappt, dass ich immer sofort wieder eingeschlafen bin und gar nicht mehr weiß, wie oft er sich angedockt hat.

Wir stehen daher alle gemeinsam auf - wie meistens teilen wir uns das Anziehen der Kinder. Jeder versorgt ein Kind.
Danach wandern der Sohnemann und ich schon wieder auf das Sofa zum Stillen, während unsere Tochter mit meinem Mann zum Einkaufen und Brötchen holen fährt.
Der kleine Mann ist heute so tiefenentspannt, dass er ruhig auf dem Boden liegen bleibt und ich den Frühstückstisch decken kann.



Nach dem gemeinsamen Frühstück geht es sofort raus in die Sonne. 29°C zeigt das Thermometer! Nochmal ein richtig schöner Sommertag. Mein Mann baut das neue Rankgerüst an der Südwesteseite des Hauses fertig. Hier soll die Kletterrose "NewDawn" wachsen, die am Pavillon bisher zu schattig steht.






Der Sohnemann ist immer noch entspannt und schläft nach jeder Stilleinheit friedlich auf dem (abgesicherten) Sofa weiter. So komme ich das erste Mal seit über 8 Wochen wieder zu einen Gartenarbeiten. Die Harlekinweiden werden kräftig gestutzt, sonst können wir nämlich nicht mehr vernünftig in den Garten gehen ohne die langen Triebe im Gesicht zu haben.
Außerdem werden ein paar Rosentriebe gekappt und landen in einem Krug auf dem Terrassentisch.

Trotz der wenigen Pflege wächst und gedeiht alles so schön - klar, das Unkraut auch... Darum kümmere ich mich dann nächstes Jahr wieder mehr....
Die Motte bekommt wieder Besuch vom Nachbarsjungen. Die Beiden spielen zurzeit viel zusammen im Garten. Ich bin immer total dankbar für diese Beschäftigung der Kleinen - sie ist immer überglücklich wenn der fünfjährige Junge zu ihr kommt.


Am Nachmittag geht es dann gemeinsam mit meiner Schwester, ihrem Hund und beiden Kindern in den Baumarkt. Viel können wir nicht mitnehmen, eher nur gucken, da wir mit meinem kleinen Auto fahren mussten. Das Auto meines Mannes ist immer noch in der Werkstatt und in dem kleinen Getz ist es mit der ganzen Mannschaft sowieso schon eng. Nur ein Sack Zement und einige Pflanzen können mit.




Zu Hause gibt es zum Abendbrot Salat mit Tomaten aus dem Garten. Dann werden beide Kinder gebadet. Sie sind beide lange wach, das warme Wetter nach den vorher kalten Tagen scheint wieder alles durcheinander zu bringen.

Am Sonntag gibt es mal ein schnelles Frühstück. Mein Mann und die Motte machen mit meinen Eltern einen Ausflug, während ich mich auf einen Tag zu Hause freue. Nur der kleine Mann und ich. Nach der Hunderunde und einmal schnell durchsaugen habe ich nichts zu tun - keine Beschäftigung, keine Fragen, kein Essen oder Trinken besorgen - nichts.... Eigentlich fast makaber, wie sehr ich das genieße.
Wenn der kleine Mann fest schläft, schleiche ich mich ins Arbeitszimmer und räume um. Ich zeige jetzt nur die Vorherbilder. Die Nachherbilder gibt es in einem gesonderten Post sobald alles fertig ist.





Gegen halb vier tauchen auch die anderen beiden Familienmitglieder wieder auf. Wir genießen einen Kaffee auf der Terrasse mit zwei bestens gelaunten Kindern...hach, so könnte es immer sein. Wir sitzen abwechselnd mit dem Baby auf dem Schoß und gucken der Tochter beim Spielen zu.







Zum Abendessen gibt es wieder Salat mit Brot. Hoffentlich schlafen beide heute etwas früher - die Motte im Familienbett und der kleine Mann wie jeden Abend auf mir. Dann komme ich nämlich noch zu ein paar Strickrunden an meiner Jacke. Das wäre ein krönender Abschluß eines wirklich schönen Sommerwochenendes.

Mehr Wochenenden in Bildern sammelt Susanne auf ihrem Blog "Geborgen wachsen".